Franziska Eggen (23) ist am 29.11.2017 als Direktkandidatin für den Wahlkreis „19 Barsbüttel“ zur Kreistagswahl 2018 nominiert worden.

Hier stellt sie sich und was sie antreibt kurz vor:

Durch Veranstaltungen der Jusos habe ich die Übereinstimmungen zwischen mir und der SPD realisieren können und bin somit eingetreten. Als neues Mitglied wurde ich mit offenen Armen empfangen und mit den Strukturen bekanntgemacht. Ich habe mich von Anfang an bei den Jusos engagiert und organisiert. 2017 bin ich in den Kreisvorstand der Jusos Stormarn gewählt worden und setze mich seitdem aktiv für die Interessen und Ziele junger Menschen ein. Als Kreisvorstandsmitglied der Jusos Stormarn bin ich Neumitgliederbeauftragte und kümmere mich um den „Social-Media“- Bereich.
Mich macht sehr stolz, dass ich für die Jusos einige Veranstaltungen geplant und mitgestaltet habe.

Ein für mich sehr wichtiges Thema ist es jungen Menschen den Kontakt mit der Politik zu vereinfachen. Es ist wichtig, dass diese interessierten Menschen eine Möglichkeit bekommen sich einzubringen, ihre Ideen hörbar und auch greifbar zu machen. Denn wer kann besser die Bedürfnisse und Interessen nachvollziehen als eben diese Menschen. Denn es ist wichtig und bringt einen voran, nicht nur in starren Strukturen zu denken, sondern frei formulieren zu können.
Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Kommunalwesen. Dort habe ich die Gesetze lesen und deuten gelernt. Da mein schulischer und beruflicher Alltag sich mit den Gesetzen unserer Kommunalen Verwaltung auseinander setzt, bin ich geschult im Bereich Gemeinde- und Kreisordnung. Ich kenne die Sitzungsabläufe nicht nur in der Theorie, denn im Rahmen meiner Ausbildung gehört es dazu, an Sitzungen teilzunehmen und Protokolle zu führen. Mir macht der Bereich des Kommunalrechts sehr viel Spaß. Ich finde es interessant und nützlich zu Wissen, in welchen Strukturen unsere kommunale Politik funktioniert und in welchen Rahmen sie sich bewegt.

Diese Themen sind es, die mich antreiben. Ich möchte anderen interessierten Menschen ebenso zuhören, wie mir zugehört wird. Ich möchte Unterstützung geben, so wie ich sie erfahren habe und erfahre. Denn all diese Erfahren machen mich zu dem Menschen, der ich bin und ich möchte nun etwas zurückgeben, indem ich Verantwortung übernehme. Ich freue mich mein Wissen aus meiner Ausbildung anwenden zu können und weiter dazu zu lernen. Somit möchte ich mich für die nächsten Jahre in unserem Landkreis, für die Werte und Ziele der Sozialdemokratie im Kreistag einsetzen und für diese kämpfen.

Franziska Eggen

 

Am Sonntag ist die außerordentliche Landeskonferenz der Jusos Schleswig-Holstein. Die Landeskonferenz ist wie der Landesparteitag der SPD, nur halt von der Jugendorganisation. Nach dem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis der SPD werden wir dort diskutieren, wie es weitergehen soll. Zusammen mit dem Jusos Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen haben wir einen inhaltlichen Vorschlag vorbereitet. Hier findet ihr die Kapitel zur „Umverteilung“ und „Arbeit 4.0“
Wir findet ihr unseren Vorschlag? Habt ihr noch andere Ideen und Vorschläge?

 

Umverteilung
In Deutschland gibt es eine ungerechte Verteilung von Vermögen. Während die reichsten 10% der Bevölkerung über die Hälfte des Vermögens vereint, besitzt die ärmer Hälfte der Bevölkerung nicht einmal 1% des Nettovermögens. Schockierende Zahlen hat der Armuts- und Reichtumsbericht dieses Jahr hervorgebracht. Wenn es darum geht, Vermögen und Einkommen gerechter zu verteilen, wird dies von konservativen und neoliberalen Kräften als Neiddebatte abgestempelt. Aber die Problematik geht tiefer. Während große Teile der Bevölkerung Zukunftsängste haben, wissen andere nicht, wie sie ihr Geld ausgeben sollen. Die Folgen der Anhäufung eines beträchtlich hohen Vermögens durch private Haushalte hat vielseitige Folgen. Nicht zuletzt tragen vor allem andere Europäische Staaten die Last, wenn aus Deutschland viele Güter exportiert werden, die vergleichsweise niedrige Kaufkraft im Inland jedoch zu weniger Importen führt. Deshalb ist eine gerechtere Verteilung von Vermögen wichtig.
Wir halten an unseren Forderungen aus unserem Gerechtigkeitspapier fest: Wir wollen eine Vermögenssteuer, die Vermögen mit einem Steuersatz von 1% belastet. Ein hoher Freibetrag, der niedrige und mittlere Vermögen schützt, ist dabei notwendig.
Verbunden mit der Einführung der Vermögenssteuer sehen wir auch den dringenden Bedarf einer Erbschaftsteuerreform. Ein Erbe ist leistungsloses Einkommen und sollte deswegen nicht weniger stark besteuert werden, als Einkommen, für das eine Leistung erbracht wurde. Deswegen fordern wir die gleiche Besteuerung von Erbe und Einkommen zu den geltenden Einkommenssteuersätzen. Es soll hierbei ein Freibetrag von 1 Million € gelten.
Wir wollen, dass alle Menschen in Würde leben können. Diese Möglichkeit ist nicht gegeben, wenn Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen sanktioniert werden. Deswegen wollen wir sämtliche Sanktionen für Arbeitslosengeldempfänger abschaffen. Ferner ist die Berechnungsgrundlage des Arbeitslosengeld 2 Satzes zu überprüfen.

Arbeit 4.0
Die Arbeitswelt verändert sich. Wir befinden uns im Umbruch, viele Entwicklungen stehen uns noch bevor. Arbeit 4.0 ist das Stichwort, wenn über die Folgen von Digitalisierung in der Berufswelt gesprochen wird. Die SPD muss dieses Thema angehen und gerade in der Zeit dieses Umbruchs die Interessen von Arbeitnehmer*innen vertreten. Die globalen Entwicklungen der Arbeit wollen wir kritisch konstruktiv begleiten. Ziel ist es, Vorteile für alle Menschen zu erzielen.
Es ist nicht unsere Auffassung von verantwortungsvoller Politik, angstmachenden Prognosen zu vertrauen, die das Ende der Arbeit prophezeien. Im Zuge der Automatisierung werden einige Berufe wegfallen, diese Entwicklung sehen wir als Möglichkeit, Arbeitszeiten zu verkürzen oder anders zu verteilen. Die Zahl von 1,8 Milliarden Überstunden in Deutschland ist ein weiterer Faktor, der eine Umverteilung von Arbeit erfordert.
Arbeit 4.0 heißt aber mehr als das. Durch die immer bessere Vernetzung von Menschen miteinander, ist es zukünftig möglich, vielen Berufen auch von zu Hause aus nachzugehen. Es müssen Wege gefunden werden, wie das Home-Office nicht zu einem 24 Stunden Job führt. Ein Recht auf Nichterreichbarkeit ist ein erster Ansatz, löst das Problem jedoch noch nicht in Gänze.
Die Zeiten, in denen Arbeitnehmer*innen 40 Jahre im gleichen Beruf arbeiteten, sind für die meisten Menschen vorbei. Für viele resultieren daraus Zukunftsängste, die gerade die SPD ernst nehmen muss. Die sich ständig verändernde Arbeitswelt erfordert entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten, um flexibel in der Berufswahl zu sein. Im Berufsleben muss mehr Zeit für die persönliche sowie fachliche Weiterbildung sein.
Unternehmen sollen demokratischer werden. Mehr Mitbestimmung muss eine zentrale Forderung der SPD sein, wenn es um Arbeit 4.0 geht. Die Möglichkeiten, Mitarbeiter*innen flexibler einzusetzen und besser zu überwachen, erfordern einen Gegenpol, der die Rechte von Arbeitnehmer*innen schützt. Betriebsräte müssen auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig müssen die Möglichkeiten der Kontrolle eingeschränkt werden.
Neue Beschäftigungsformen, wie das Anheuern von Solo-Selbstständigen dürfen nicht zur Umgehung von Arbeits- und Sozialstandards führen. Es müssen Konzepte entwickelt werden, die diese Beschäftigungsformen in die bestehenden Systeme integrieren können und keine Ausbeutung von Arbeitskraft ermöglichen.
Reproduktionsarbeit wird heutzutage immer noch als etwas angesehen, das nebenbei gemacht werden kann und wird nicht vergütet. Wir wollen, dass sich dies ändert und dass Arbeit, die im Haushalt verrichtet wird, ebenso wertgeschätzt wird, wie anderen Berufe.

 

Hier geht es zum ganzen Antrag:

Lehren aus der Wahl – Die SPD neu positionieren

Am Sonntag ist die außerordentliche Landeskonferenz der Jusos Schleswig-Holstein. Die Landeskonferenz ist wie der Landesparteitag der SPD, nur halt von der Jugendorganisation. Nach dem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis der SPD werden wir dort diskutieren, wie es weitergehen soll. Zusammen mit dem Jusos Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen haben wir einen inhaltlichen Vorschlag vorbereitet. Die Unterpunkte „Umgang mit dem vollzogenen Rechtsruck“ und „Flucht, Migration und Grenzen“ findet ihr hier. Wie sind auf eure Meinung gespannt? Wir findet ihr unseren Vorschlag? Habt ihr noch andere Ideen und Vorschläge?
2017 ist ein entscheidendes Jahr. Die SPD trat an, um mit Martin Schulz als Bundes­kanzler die Weichen für die Zukunft Deutschlands und Europas zu stellen. Die Wahlen in diesem Jahr waren grundsätzliche Entscheidungen darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Werte, die als selbstverständlich galten, standen auf dem Spiel.
Und wir haben diese Wahl verloren. Die SPD hat ihr schlechtestes Ergebnis seit 1933 geholt. Gleichzeitig sitzt zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine radikal rechte Partei im Parlament und sind Teile der CSU von einer solchen kaum mehr zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund ist der Gang in die Opposition die einzig richtige Konsequenz. Die Koalition mit der Union ist abgewählt worden. Vor allem aber lässt sich nur so verhindern, dass die Rechten zur größten Oppositionspartei werden.
In der Opposition werden wir mehr denn je gefragt sein, für unsere Werte und Prinzipien einzustehen; für ein solidarisches Europa und eine gerechte Welt, für Nachhaltigkeit und Frieden, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Denn all dies wird künftig auch innerparlamentarisch in Frage gestellt werden.
Jeder rechten Hetze müssen wir unsere Positionen deutlicher entgegensetzen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre – ob in Österreich, Schweden oder auch in Deutschland – hat eines mit aller Deutlichkeit gezeigt: Jedes Mal, wenn wir rechten Positionen auch nur eine Handbreit nachgeben, führt dies die ganze Debatte nur in die falsche Richtung. Mit dem Gang nach rechts holen wir niemanden zurück und verraten gleichzeitig alles, wofür wir seit über 150 Jahren stehen.
Aber nur zu benennen, was die AfD ist, reicht nicht. Allzu viele in unserem Land lassen sich davon selbst im Anblick der deutschen Geschichte nicht mehr abschrecken. Um sie wirksam zu bekämpfen, müssen wir sie und ihr Weltbild inhaltlich stellen, müssen die Debatte zwischen den demokratischen Parteien in unserer Rolle als linke Volkspartei beleben. Dafür brauchen wir eine inhaltliche Neuausrichtung der SPD, für die wir als Jusos folgendes fordern:
Umgang mit dem vollzogenen Rechtsruck
Im nun gewählten 19. Deutschen Bundestag werden wir das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mit der AfD wieder eine rechtspopulistische und rassistische Fraktion haben. Doch wie konnte es zu diesem gesellschaftlichen sowie politischen Rechtsruck kommen? Ein populäres Erklärungsmuster: Die hohe Zahl an Geflüchteten hat zu diesem Rechtsruck geführt. Wir Jusos sind anderer Meinung. Die hohe Zahl an Geflüchteten hat lediglich den bereits vorhandenen Rassismus in der Gesellschaft offengelegt. Eine Partei wie die AfD wusste dies zu nutzen.
Wir stellten bei der vergangenen Bundestagswahl jedoch auch fest, dass viele ehemalige SPD-Wähler*innen, vor allem Arbeiter*innen, die AfD wählten. Unser Befund lautet: Diese Menschen haben durch Angstkampagnen und der rechten Hetze der AfD eine subjektive Wahrnehmung erhalten, dass sie zu Verlierer*innen und Abgehängten unserer Gesellschaft werden. Leider haben es dadurch ebenfalls rassistische Stereotype in die Denkmuster vieler Arbeiter*innen geschafft. Jedoch gibt es in der Tat auch Verlierer*innen und Abgehängte. Wirtschaftlich wie kulturell fühlen sich viele Menschen verloren. Dies drückt sich aus durch eine fortschreitende Prekarisierung der Arbeitswelt, einem wachsenden Niedriglohnsektor und einer Verachtung gegenüber den Armen und Schwachen in unserer Gesellschaft. Diese Entwicklungen bedauern wir sehr. Wenn sozialer und kultureller Fortschritt wieder Hand in Hand gehen, wie es lange Zeit sozialistisches Grundverständnis war, werden die Menschen auch kulturelle Veränderungen wieder verstärkt akzeptieren.
Das heißt durchaus, dass die SPD durch eine konsequente Politik für Arbeiter*innen bei einem Teil der AfD-Wähler*innen Vertrauen zurückgewinnen muss.
Uns ist klar, dass es bei diesem Vorhaben an der einen oder anderen Stelle rote Linien geben muss. So wollen und werden wir nicht um die Gunst eines*einer jeden AfD-Anhänger*in buhlen. Wir werden nicht die Arbeiter*innenklasse gegen die Feindbilder der AfD, seien es Geflüchtete, Menschen mit Migrationshintergrund, queere Menschen oder andere, gegeneinander ausspielen. Wir werden nicht in ein rechtes Wording verfallen. Wir werden uns entschlossen für die Belange der Arbeiter*innen einsetzen. Wir werden der Motor einer neuen Sozialpolitik in Deutschland sein. Denn unsere Antwort muss in den kommenden Jahrzehnten stärker als vielleicht je zuvor Solidarität heißen.
Flucht, Migration und Grenzen
Solidarität muss gerade auch im Bereich Asyl und Migration unsere Antwort auf die aktuellen Fragen sein. Dafür ist hier eine grundlegende Neuaufstellung der SPD erforderlich. Sie muss die soziale Partei für Menschen aus allen Ländern werden. Dazu brauch es eine klare Distanzierung zu allen Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre, die unter anderem auch von der SPD mitgetragen wurden. Alle Menschen, die in Deutschland nach Schutz suchen, müssen mit der Würde, die ihnen durch Menschenrechte zusteht, behandelt werden.
Es muss anerkannt werden, dass die deutsche Wirtschaft von internationalen Beziehungen einseitig profitiert, was dazu führt, dass Menschen aus diesen Ländern flüchten. Diese und andere Fluchtursachen gilt es aktiv zu bekämpfen. Solange Menschen aber flüchten müssen, darf sich die SPD nicht für eine Abschottung einsetzen, sondern muss aktiv für einen humanen Umgang mit Menschen auf der Flucht werben.
Für Menschen in Not müssen sichere Fluchtwege auch nach Deutschland geschaffen werden. Dazu soll sich die SPD für die Öffnung der Balkanroute und der Aufkündigung des sogenannten „Türkei-Deals“ einsetzen. Auch die Finanzierung der libyschen Küstenwache und andere Grenzschutzorganisationen, die Menschen daran hindern über den Seeweg zu kommen und sie dadurch einer Gefahr aussetzen, müssen eingestellt werden.
Solange es weiterhin Menschen gibt, die bei ihrer Flucht das Mittelmeer überqueren müssen, sollen Fähren für eine sichere Überfahrt eingerichtet werden.
Denn unerträgliche, unmenschliche Massensterben auf dem Mittelmeer muss endlich ein Ende haben!
Die SPD muss jedem Versuch, Asylverfahren an die europäischen Außengrenzen auszulagern, eine klare Absage erteilen. EU-Außenposten, in denen “vorselektiert” oder gar vollständige Asylverfahren durchgeführt werden, sind nicht die Antwort auf den Migrationsdruck. In Ländern wie Libyen, die für solche Maßnahmen im Gespräch sind, kann kein faires Asylverfahren garantiert werden, einschließlich umfassender Rechtsberatung, Unterstützung und der angemessenen Durchführung im Falle von Widerspruchs- und Klageverfahren. Es gibt keine kritische Öffentlichkeit und Presse, die Fehler in Asylverfahren öffentlich thematisieren kann. Forderungen nach einer Durchführung von Asylverfahren außerhalb Europas sind letztlich nur Forderungen nach größerer Abschottung und Verdrängung des Problems.
Menschen, die Schutz suchen, sollen auch in Deutschland bleiben dürfen. Die Duldung der Abschiebungen nach Afghanistan war ein Fehler. Eine erneuerte SPD muss sich gegen Abschiebungen in Kriegsländer einsetzen. Auch gegen eine sichere Drittstaatenregelung muss die SPD sich einsetzen. Stattdessen sollte sie sich für die Benennung von unsicheren Drittstaaten (Geflüchtete aus diesen Staaten sind grundsätzlich Asylberechtigt) einsetzen, um einen langen Asylprozess mit klar absehbarer Bleibeperspektive zu verkürzen und die Möglichkeit zur schnellen Integration zu fördern. Bei Menschen, die nicht aus einem unsicheren Drittstaat kommen, muss das Asylverfahren individuell geprüft werden.
Damit die Menschen, die hier angekommen sind, nicht der Ungewissheit ausgesetzt sind, wie es ihrer Familie ergeht, brauchen wir wieder die Möglichkeit des Familiennachzuges. Diese soll für alle hier Schutzsuchenden möglich sein. Das Getrenntsein von der eigenen Familie und die Unsicherheit und Ungewissheit stellen eine psychische Belastung dar und stehen der erfolgreichen Integration im Weg.
Außerdem wollen wir eine Zentralisierung von Aufgaben, damit diese bewältigt werden können. Der Bund soll also allein für die Erstaufnahme, Registrierung und Erstuntersuchung von Geflüchteten verantwortlich sein. Unser Ziel muss es sein innerhalb von 3 Monaten Asylanträge abschließend bearbeiten zu können. Länder und Kommunen sind für die weitere Unterbringung und Integration zuständig und müssen mit den notwendigen finanziellen Mittel ausgestattet werden.
Kurzfristig soll sich die SPD gegen die Wiedererrichtung von Grenzzäunen etc. in Europa einsetzen. Wir leben in einem Europa, welches von der Freiheit der Grenzenlosigkeit lebt und davon profitiert. Langfristig soll sich die SPD dafür einsetzen, dass Friedensmodell Europa zu erweitern und mehr Länder in den offenen Schengenraum aufzunehmen.
Die Debatte um ein modernes Einwanderungsrecht ist außerordentlich wichtig. Die SPD muss dafür stehen, tatsächliche gerechte und solidarische Lösungen zu entwickeln. Das viel gepriesene kanadische Punktesystem kann kein ausschließlicher Bezugspunkt sein, denn es knüpft Zuwanderung eng an formale Qualifikationen wie Studien- und Berufsabschlüsse und ermöglicht Zuwanderung in erster Linie für gut ausgebildete Fachkräfte. Für die SPD ist ein Mensch mehr als seine Nützlichkeit und Verwertbarkeit in der Wirtschaft. Wir stehen für ein Einwanderungsrecht, das nicht ausschließlich diejenigen privilegiert, die ohnehin schon überdurchschnittliche Möglichkeiten haben. Darüber hinaus hat das Abwerben von hochqualifizierten Fachkräften mit der vielzitierten Bekämpfung von Fluchtursachen herzlich wenig zu tun.
Insgesamt muss die SPD in der Asyl-, Migrations- und Integrationspolitik eine Haltung entwickeln. Sie muss deutlich machen, dass sie es nicht zulässt, wenn Zugewanderte und sozial schwache Einheimische gegeneinander ausgespielt werden. Die prekäre Situation, in der viele Menschen in Deutschland leben, ist das Ergebnis der Politik der vergangenen Jahrzehnte, an der auch die SPD beteiligt war. Gänzlich unbeteiligt an dieser Politik sind die Menschen, die wegen Krieg, Verfolgung und fehlenden Perspektiven nach Deutschland kommen.
Geflüchtete sind nicht die Ursache für geringe Einkünfte von Menschen im Arbeitslosengeldbezug. Geflüchtete sind auch nicht die Ursache für unbezahlbar hohe Mieten und Wohnungsnot. Geflüchtete sind ebenso wenig verantwortlich für die Situation von Obdachlosen in Deutschland, für fehlende Kita-Plätze, für schlechte Bedingungen in der Pflege, für marode Straßen und Schulen.
Die SPD darf nicht in den Chor derer einstimmen, die sozial Benachteiligte in einer Konkurrenz zueinander zu setzen. Es bedarf einer umfassenden Umverteilung von gesellschaftlichem Reichtum in Deutschland, um auf die soziale Frage als ganze eine angemessene Antwort zu geben.
Den ganzen Antrag findet ihr hier:

Am Samstag/Sonnabend, den 24. Juni, wählten die Jusos Stormarn auf ihrer Kreisvollversammlung in Rümpel turnusmäßig einen neuen Vorstand. Die 16 anwesenden Mitglieder bestätigen den Kreisvorsitzenden Torben Hermann (22) einstimmig im Amt. Er hatte es vor einem Jahr übernommen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Mika Bättjer (18), Lea Benecke (22), Joost Burkhardt (22), Julius Malchus (21), Xaver Rulko (20), Ole Kämper (19), Franziska Eggen (22) und Thore Lütjohann (19).
Auf ihrer jährlich stattfindenden Kreisvollversammlung beschloss der Jugendverband der SPD außerdem ein politisches Arbeitsprogramm sowie weitere Anträge. So fordern die Jusos den Vorstand der SPD Stormarn auf bei den Kommunalwahlen 2018 mehr junge Menschen bei der Aufstellung der Listen für die Parlamente zu berücksichtigen. Bei der Kreistagsliste soll auf den ersten fünf Plätzen mindestens ein Kandidat oder eine Kandidatin unter 35 gesetzt werden. Danach soll sich mindestens auf jedem zehnten Platz ein SPD Kandidat im Juso Alter, jünger als 35, wiederfinden.
Kreisvorsitzender Torben Hermann: „Wenn wir Politik auch für junge Menschen machen wollen, dann müssen diese sich auch durch Gleichaltrige in den Kommunalparlamenten repräsentiert fühlen. Wir hoffen, dass die SPD Stormarn unserer Forderung folgen wird, um auch jungen Menschen, wie uns, die Möglichkeit zu geben ihre Interessen zu vertreten.“
Für alle jungen Menschen zwischen 14 und 35, die Lust haben, die Jusos Stormarn näher kennenzulernen und sich mit politischen Themen auseinanderzuset-zen, wird es einen Neumitgliederabend geben. Dieser findet am Montag, 17. Juli, um 19:00 in der AWO in Ahrensburg (Manhagener Allee 17) statt. Mehr Informationen auch auf Facebook unter https://www.facebook.com/events/120869221845924/

Es naht wieder! Am letzten Sonntag der Sommerferien veranstalten die Jusos Stormarn und Ahrensburg wieder ihren Familienflohmarkt. Dieses Jahr ist das der 03.September. Alle gängigen Fragen, sollten hier geklärt werden können.

Wann kann ich kommen?

Aufbau ab acht Uhr, Verkauf von neun bis 16 Uhr.

 

Gibt es eine Standgebühr?

Für fünf Euro oder einen selbst gebackenen Kuchen (für ca. 3m Stand) kann auf dem Ahrensburger Rathausplatz verkauft werden. Wir Jusos werden den Kuchen und Getränke verkaufen. Der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf wird gespendet. Resultierend aus Erfahrungen der vergangenen Jahre müssen wir leider noch mal deutlich darauf hinweisen, dass wir nur selbst gebackene Kuchen annehmen werden (zumindest keine fertigen eingeschweißten, die noch nicht mal ausgepackt worden sind). Die fünf Euro Standgebühr (oder ein Kuchen) gilt für „normale“ Flohmarktstände von etwa drei Metern. Denken Sie außerdem daran Teller o.ä., die Sie bei uns abgeben mit Ihrem Namen zu beschriften.

 

Muss ich mich anmelden?

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gilt das Motto „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“ In den letzten Jahren gab es damit aber nie Probleme. Die Platzwahl ist frei, mit der Bitte Rücksicht auf andere zu nehmen. Einzig gerade Reihen sollen gebildet und eine Rettungsgasse freigehalten werden. Wir begleiten den Aufbau.

 

Kann ich mein Auto mitnehmen?

Das Auto kann direkt hinter dem Stand stehen gelassen werden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie ggf. erst später wegkommen, bis Platz um Sie herum frei geworden ist. Bitte beachten Sie, dass Autos zum Entladen nicht auf der Straße vor dem Rathaus gehalten werden dürfen. Dies behindert den Verkehr.

Noch etwas?

Bitte nehmen Sie Ihre nicht verkauften Sachen und Ihren Müll wieder mit! 

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zu Verfügung: jusos-stormarn@gmx.de

Wir freuen uns auf einen vollen Flohmarkt mit vielen guten Geschäften!

Am Mittwoch, den 8. Februar kommt der desigierte neue SPD-Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz nach Ahrensburg (in den Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule) und wird sich dort interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorstellen und für Fragen zur Verfügung stellen. Die Veranstaltung findet statt um 18 Uhr im Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule (Wulfsdorfer Weg 71, 22926 Ahrensburg). Mit dabei sind u.a. unser Landtagsabgeordneter Tobias von Pein und unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer. Einlass ab 17:30.

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Am Sonntag den 18.12.2016 besuchten die Jusos Stormarn mit 15 jungen Menschen den Landtag in Kiel. Eingeladen hatte Tobias von Pein, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Stormarn-Mitte für die SPD. Während einer Führung durch das Landeshaus erhielten die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten sowie Interessierte einen Einblick in die schleswig holsteinische Politik.

“Wie ist der Landtag aufgebaut? Was sind überhaupt Fraktionen? Welche Möglichkeiten gibt es, um Plenardebatten live zu verfolgen oder nachträglich einsehen zu können?” Diese und noch mehr Fragen standen im Mittelpunkt. Besonders die letzte Frage liegt von Pein besonders am Herzen: “Jede Landtagsdebatte wird live im Internet übertragen. Es ist sogar möglich, fast alle Ausschüssen auf der Internetseite des Landtages live im Radio- format zu verfolgen. Auch ist es möglich alle Debatten nachzulesen. Diesen barrierefreien und transparenten Zugang zur Politik schätze ich sehr. Niemand kann sagen, dass wir hinter verschlossenen Türen arbeiten würden.”.

Neben dem Überblick zur Landespolitik, hatte Tobias von Pein in den Archiven des Land- tages gestöbert und gab einen Einblick in Geschichten und Besonderheiten des Landes- hauses Schleswig Holsteins. Ursprünglich war im Landeshaus eine Marineakademie. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte man nach einem Ort für das neue Parlament. So wurde aus einer militärischen Einrichtung das Herz der schleswig-holsteinischen Demo- kratie.

Nach dem Landtag ging es für die Besucherinnen und Besucher weiter auf den Weihnachtsmarkt in Kiel. Hier war Raum für ein lockeren Austausch mit dem Landtagsabgeordneten.

Torben Hermann (21), Kreisvorsitzender der Jusos Stormarn zur Landtagsfahrt: “Der Landtag ist der Ort, wo wichtige politische Entscheidungen getroffen werden. Es ist schön zu wissen, wohin die eigene Stimme geht und wie ihr Ausdruck verliehen wird. “

Das nächste mal treffen sich die Jusos Stormarn am 16. Januar 2017 um 19 Uhr in den Räumen der AWO Ahrensburg, Manhagener Allee 17, 22926 Ahrensburg. Als Gast haben sich die Jusos Stormarn Sophia Schiebe, stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Schleswig Holstein eingeladen, um über Feminismus zu reden.

Interessierte sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Weitere Informationen gibt es auf www.jusosstormarn.de oder per Mail an jusos-stormarn@gmx.de

„Eine Neuverschuldung von 500.000€ für den Bau einer Umgehungsstraße lehnten die Gemeindevertreter einstimmig ab“, so könnte eine der fiktiven Schlagzeilen zum Planspiel der Jusos Stormarn auf ihrem Workshop zur Kommunalpolitik lauten.

Am Sonntag, 06.November, trafen sich die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten, um zu erfahren, was genau Kommunalpolitik ist und worüber sie entscheiden darf. Dazu gehörte auch das besagte Planspiel, in dem die 15 Anwesenden in die Rolle von Gemeindevertretern schlüpften und über den Bau einer Umgehungsstraße entscheiden mussten, die entweder einen Wald zerstört oder die letzten Landwirte vertreiben würde. Dazu gehörte auch das Anhören aller Interessensgruppen. Vom besorgten Anwohner bis hin zur Vorsitzenden des Elternverbandes.

Im Anschluss waren Björn Wahnfried (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung) und Alexander Wagner (Kreistagsabgeordneter in Segeberg) dabei. Sie berichteten über ihre Erfahrungen mit der Politik vor Ort. Wagner, der seit 2008 im Kreistag sitzt, rief auf: „Schaut gerne mal vorbei! Kommunalpolitik kann genauso spannend sein wie die ‚große Politik‘ und ist mindestens genauso wichtig!“ Wer für die Kommunalpolitik geeignet sei? Björn Wahnfried ist überzeugt: „Es gibt keine Altersbegrenzung! Alle sind willkommen sich miteinzubringen.“

Juso Kreisvorsitzender Torben Hermann betont die Wichtigkeit der Kommunalpolitik: „Das ist die Form von Politik, die die Menschen am schnellsten betrifft. Beispielsweise durch den Bau eines neuen Sportplatzes.“ Besonders die Themen, die Jugendliche interessieren, würden maßgeblich vor Ort entschieden. Hermann dazu: „Es wird oft unterschätzt: Ausstattung der Schulen, Freizeitangebote, die Ausgestaltung der Schulen und der ÖPNV sind alles kommunale Angelegenheiten.“

Der SPD Nachwuchs diskutierte auch über Hürden, die junge Menschen eventuell davon abhalten, sich kommunal zu engagieren. Dazu gehört die lange Wahlperiode von fünf Jahren. Annika-Katharina Dietel (Stadtverordnete in Bad Oldesloe): „Sich für fünf Jahre zu verpflichten kann für junge Menschen eine lange Zeit sein. Da könnte ein Auslandsaufenthalt schon schwierig werden, weil dann das Mandat niedergelegt werden müsste.“

Das nächste Treffen der Jusos Stormarn ist am Montag, 14.November, mit dem Juso-Landtagsabgeordneten Tobias von Pein um 19:00 in den Räumlichkeiten der AWO-Ahrensburg (Manhagener Allee 17). Informationen gibt es auf www.jusosstormarn.de.

 

 

Wer an Politik denkt, denkt automatisch an Landes-, Bundes- und Europapolitik. Denkt an CETA und TTIP, an Griechenland und Banken und an den Brexit. Und natürlich: In Berlin und Brüssel werden wichtige Entscheidungen getroffen, über die wir Jusos uns intensiv austauschen. Aber auch ein Blick auf die „kleinere“ Kommunalpolitik lohnt sich. Über viele Probleme entscheidet zwar die „große“ Politik, die Umsetzung ist dann aber meist Sache der Städte und Gemeinden. Entsprechend hängt es oft von der Politik vor Ort ab, ob ein Problem tatsächlich gelöst wird.

Das lässt sich gut am Beispiel der Geflüchtetenpolitik zeigen :
Auf Bundesebene wird festgelegt, welche Menschen in Deutschland Schutz bekommen und welche Leistungen ihnen zustehen. Damit eine Integration aber wirklich gelingen kann, kommt es darauf an, unter welchen Bedingungen und an welchen Orten die Geflüchteten untergebracht werden: Weit außerhalb oder mitten in der Stadt? In Sammelunterkünften oder in normalen Wohnungen? Auf sich allein gestellt oder unterstützt durch ehrenamtliche Helfende und hauptamtliche Kräfte? All das sind Fragen, welche die kommunalpolitischen Gremien in Kreis, Stadt und Gemeinde entscheiden müssen.

Ähnlich wie bei der Geflüchtetenpolitik sieht es auch in der Bildungspolitik aus:
Das Land bestimmt, welche Schularten es gibt, wie diese mit Lehrkräften ausgestattet sind und welche Themen auf den Lehrplänen stehen. Genauso wichtig für das Gelingen von Bildung ist aber auch die Ausstattung der Schule mit zeitgemäßer Technik und Unterrichtsmaterialien – und das fällt in die Zuständigkeit der Kommunalpolitik. Genauso wird vor Ort auch über die Beschaffenheit der Schulgebäude entschieden: Bieten sie genug Platz für das längere gemeinsame Lernen, indem beispielsweise Gruppenräume vorhanden sind? Gibt es eine Mensa, die eine Ganztagsschule erst möglich macht? Nicht zuletzt sind es auch die Politiker_innen vor Ort, die darüber entscheiden, ob Schulen sozialpädagogische Fachkräfte zur Unterstützung ihrer Arbeit bekommen.

Ein Blogbeitrag von Annika-Katharina Dietel (Stadtverordnete & stellv. Jusos Kreisvorsitzende, 25) und Hajo Krage (Stadtverordneter, 30).

Im Rahmen der Praxiswoche hat Torben von den Jusos Stormarn die Leiterin der Volkshochschule in Bargteheide Ute Sauerwein-Weber besucht. Er lernte spannendes über die Aufgaben einer Volkshochschule und ihren gesellschaftlichen Wert kennen, aber auch politische Forderungen kamen zu Wort.

Die Volkshochschulen sind in Deutschland der größte Anbieter von Erwachsenenbildung. Ihr Angebot spricht Menschen aus allen Bildungshintergründen an. Die 6 großen Bereiche die jede VHS abdeckt sind Gesellschaft, Beruf & Karriere, Sprachen, Gesundheit, Kultur und die „junge VHS / Familienbildung“.  Alleine im Kreis Stormarn gibt es 11 Volkshochschulen mit über 800 Dozent_innen. Alle Fachbereiche sind gleichberechtigt, wobei der größte in Bargteheide der Bereich Gesundheit ist

Ein Angebot für alle Altersgruppen

Volkshochschulen haben ein verstaubtes Image – dabei gibt es so viele Angebote, die für jeden Menschen nützlich sind.
Der Bereich Digitale Gesellschaft wird auch von der VHS abgefangen. Es gibt Kurse zum richtigen Umgang mit dem Internet und wie es möglich ist bei all den digitalen Erneuerungen mitzuhalten. Denn während junge Menschen in Schulen und Universitäten immer auf den neuesten Stand gebracht werden, werden Erwachsene  schnell abgehängt.

Auf aktuelle Themen reagieren

Die VHS Bargteheide reagiert auch immer wieder auf wichtige Themen in der Gesellschaft mit ihrem Programm. Im kommenden Monat finden zum Beispiel noch Veranstaltungen unter dem Titel „Rechtspopulismus als neue politische Herausforderung“ und ein Besuch der Gedenkstätte Neuengamme, Außenstelle Strafanstalten Fuhlsbüttel statt.
Mit diesen wichtigen Veranstaltungen werden aktuell politische Themen bearbeitet aber auch ein Bewusstsein für die Vergangenheit geschaffen.

Integration meistern

Ein großes Arbeitsfeld sind auch die Integrationskurse, wobei diese nicht mit den seit kurzem Angebotenen STAFF (Starter Pakt für Flüchtlinge) gleichzusetzen sind.
Die Integrationskurse behandeln ein 600 stündiges (+100 Orientierungsstunden) Angebot für EU- Bürger_innen und „Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive“ und werden finanziert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Ein Problem für die VHS stellt sich in der Finanzierung. Obwohl das Geld vom BAMF kommt muss das Geld meist für 4 Monate ausgelegt werden, da es sich um eine Rückerstattung handelt. Einfacher wäre eine Vorfinanzierung von Seiten des BAMF’s, um sich der Herausforderung von knappen Mitteln zu entziehen. Außerdem fehlt es an Räumen, um noch mehr Integrationskurse anzubieten.

Neu sind die STAFF-Kurse, ein Starter Paket für Flüchtlinge. Diese wurden auf Initiative des VHS-Landesverbandes  ins Leben gerufen und werden mit einer pauschalen Summe pro Kurs mit Geldern des Landes Schleswig Holstein finanziert.
Diese sind fürMenschen gedacht, denen es aufgrund ihres Herkunftslandes nicht möglich ist an den Integrationskursen teilzunehmen. So bekommen auch sie erste Einblicke in die deutschen Kultur und Bürokratie, sowie in die deutschen Sprache..

Volkshochschulen mitdenken!

Während oft im Mittelpunkt von Landtagswahlprogrammen die Bildung von Kindern und Jugendlichen stehen, bekommt die Erwachsenenbildung und damit auch die Volkshochschulen als größter Träger eher weniger bis gar keine Aufmerksamkeit. Hier muss noch viele politische Arbeit geleistet werden, um die Wertigkeit von Volkshochschulen zu erhöhen.
Im aktuellen Koalitionsvertrag der Landesregierung tauchen Volkshochschulen zum Beispiel kaum auf.
Arbeitsbünde berücksichtigen immer Vertreter_innen der Kinder und Jugendarbeit, aber nicht Vertreter_innen der Volkshochschulen. Auch hier sollte öfter an die VHS gedacht werden, um ihre Rolle auf kommunaler Ebene zu stärken.

Auf die Frage, mit einem Augenzwinkern: „Warum ist Ihre Arbeit die allerwichtigste Arbeit?“ antwortete Ute Sauerwein – Weber: „Weil ich an einer Schaltposition Sitze. Ich treffe so viele Leute und lerne so viele Schicksale kennen, die ich temporär beeinflussen kann. Außerdem kann ich direkt auf Sorgen und Nöte der Menschen eingehen und maßgeschneiderte Angebote liefern.

Mehr Informationen zur Praxiswoche der Jusos Schleswig Holstein findest du unter:
http://jusos-sh.de/category/praxiswoche-2016/

 

Ein Bericht von Torben Hermann, Kreisvorsitzender der Jusos Stormarn.